1978 wurde die letzte Mz an die DSB geliefert und seitdem hat die Staatsbahn diese große Streckenlokomotiven in Gebrauch.
Man plante den Regionalverkehr auf Seeland auszuweiten und wollte ihn einige Jahre später dann auch realisieren.
Es waren zu der Zeit viele Probleme mit der zuletzt gelieferten Serie der Mz,
der Mz IV aufgetreten und das Klima in der Zusammenarbeit zwischen DSB und der schwedischen NOHAB waren nahe dem Gefrierpunkt angelangt.
Speziell nach dem strengen Schneewinter im Abschluss der 70er. Dazu kam es passend für die DSB gerade die deutsche Fabrik
Henschel in Kassel und BBC in den 70er Jahren eine neue elektrische Kraftübertragung entwickelt hatte.
Diese mit Asynchronen Wechselstrommotoren ausgerüstete Kraftübertragung nannte man Drehstromantrieb.
Der neue Drehstrommotor kann wesentlich länger zwischen den Untersuchungen arbeiten als ein normaler Wechselstrommotor.
Der Drehstrommotor/asynchron Wechselstrommotor hat keinen Bürsten und Kohlen mehr wie der Wechselstrommotor.
Diese kontaktlose Bauweise überzeugte auch die DSB.
Die DSB Bestellte nun bei Henschel 10 Dieselelektrische Loks mit dem neuen Kraftübertragungssystem.
Aufgrund dieser neuen und wesentlich effektiveren Technik war es möglich diese mit dem 16 Zylinder GM 645 Motor mit 3300 PS auszurüsten,
im Gegensatz zu der letzen Serie der Mz die einen 20 Zylinder mit 3900 PS hatte.
Die Zahl 645 als GM Typenbezeichnung kommt vom Zylinderinhalt in amerikanischen CubFeet (KUBIKFUSS!!!)
Aber trotz etwas kleinerer Leistung, aber mit der neuen Technik hatte die Me eine größere Zugkraft als die Mz!
Dazu war die Me mit einer Nutzbremse ausgerüstet, wo die Fahrmotoren als Generatoren arbeiten konnten und man im Nahverkehr damit die
Klotzbremsen schonen und die Bremsenergie zum Heizen nutzen konnte.
Man konnte so einiges sparen. Bremsklötze und Heizungsstrom. Wenn keine Heizung erforderlich war, wurde der beim Bremsen gewonnene Strom durch große Widerstände auf dem Dach der Me in Wärme umgesetzt und abgeleitet. Die erste der Me aber kam nur mit Verspätung und kam am 5.Juni 1981 bei der DSB an. Die Lok wurde schnell populär und in den folgenden Jahren bestellte die DSB weitere 27 Lokomotiven in Kassel. So kamen nun 37 DE Loks mit Drehstromtechnik nach Dänemark und mit der Me 1538 kam dann die letzte am 18.November zur DSB. Alle Lokomotiven wurden in Schwarz/Rot geliefert. Nur waren nicht alle übereinstimmend lackiert. Bei einigen war die Trennung zwischen den roten und den schwarzen Aufbauten, so hatten das die ersten zehn Me. Wobei die Me 1507 nach einem Unfall in Hvidovre auch die Bemalung der letzten 27 Loks bekam. Die Me 1509 hatte 1985 und 1986 eine große Nummerierung an der Front, dass war aber nur ein Versuch für ein Jahr. Nach dem Jahr 2000 hat die Me ihr Aussehen verändert in Zusammenhang, damit das die DSB ihr Design von 1970 nun änderte. Es wurde mit den Me's '509 und 1511 begonnen, die in 2000 bei Kalundborg zusammengestoßen waren. Diese beiden wurden nach der Reparatur in einer hellroten Versuchslackierung wieder eingesetzt. Ein neues DSB Logo war auch auf den Loks. Ein stilisiertes Flügelrad auf den beiden Seiten des Lokkastens. Diese wurde aber nicht als Optimal angesehen und die DSB beschloss in Zukunft die Loks nun in Blau lackieren zu Lassen. Dazu noch mit einem großen, neuen Flügelrad-Logo in roter Farbe.
In Zusammenhang mit Umbauten auf eine neue ZWS-Wendezugsteuerung im Jahre 2002 und 2003 bei den Me 1518 bis 1537 bekamen diese die neue
Farbe und wurden mit den neuen Doppelstockwagen zusammen eingesetzt.
So sind dann 20 der Me schon umgemalt worden und nun blau. Die 1509 und die 1511 haben das Rot behalten und die 1501-1508 sowie
die 1510, die 1512 bis 1517 haben noch das alte rot/schwarze Design.
Die Me Lokomotiven verkehrten zuerst auf Seeland. Es waren meist Regionalzüge mit B-Wagen, aber sie wurde auch vor IC Züge nach Körsör und für den internationalen Verkehr nach Rödby F, Gedser und Helsingör eingesetzt. Dazu dann auch noch vor Güterzügen. Kurz nach der Eröffnung der Verbindung über den Großen Belt kamen die Me dann auch nach Fünen und Jütland. Zuerst nur mit vereinzelten Güterzügen und dem Postzug von Kopenhagen nach Aarhus. Dann kam die Me zur Tochterfirma Railion Danmark und für Wochenend -Entlastungszüge von Kopenhagen nach Aarhus zum Einsatz. Auch die Messezüge nach Herning wurden von der Me tief nach Jütland hinein befördert. Es ist auch die Me die die Euro-City EC 174/EC 175 Prag - Aarhus zwischen Padborg und Aarhus am Haken hat. Heute fahren die Me die Lokomotivbespannten und meist mit "Doppeldeckern" ausgerüsteten Regionalzüge auf der Hauptinsel. Dazu zieht und schiebt die Me noch wenige Züge mit den roten Bn Wagen und das einmal in rot/schwarz oder einmal in Blau. Alle Lokomotiven sind noch im Dienst!
Tekst og billeder: Martin Wilde. Übersetzung: Christian Fricke. Copyright ©: Martin Wilde & hobby trade.