Ove Larsen ist Lokomotivführer bei der DSB in Kopenhagen Gleich, nachdem er begann,
Lokomotiven zu fahren im Jahre 1981 kam er auch auf die ME-Loks und seit 2003 fährt er auch privat zu Hause eine ME im Modell.
Es begann mit meinem Enkel Alexander, der auf dem Dachboden eine alte Modell-Eisenbahn gefunden hatte, eine Anfängerlokomotive aus einer Anfangspackung. Er konnte gar nicht verstehen das sie nicht fuhr, aber ich hatte einmal den Motor ausgebaut. Diesen hatte ich einem Kollegen gegeben der auch mit Modelleisenbahnen fuhr und ich tauschte den Motor gegen Federpuffer ein. Und es fehlten die Schienen. Ich fand aber noch welche auf dem Dachboden und so war mein Enkel ganz wild darauf zu fahren mit diesem Modell. Und so spielten wir viele Stunden mit der alten ostdeutschen Lokomotive. Nach einigen Tagen machte meine Ehefrau den Vorschlag das wir eine Spanplatte kaufen sollten und diese im Zimmer aufstellen sollten. Und so begannen wir damit. Es war zwar lange her das sich Ove Larsen mit der kleinen Eisenbahn beschäftigt hatte und so kam es das er einen örtlichen Modellbahnhändler aufsuchte, um sich über das Angebot an dänischen Eisenbahnmodellen zu informieren.
Mein Fachhändler schlug sofort die ME vor.
Ich war aber skeptisch und ich wollte das „Innenleben" sehen.
Dazu bauten wir das Oberteil ab und das, was darin war, sah vernünftig aus.
Dann setzten wir sie auf ein Probegleis und siehe das, sie fuhr auch fantastisch.
Es war ein Modell der ME 1506, es war genau die Maschine, die ich schon öfters selbst gefahren habe.
So kaufte ich mir das Modell der ME 1506 und nahm es mit nach Hause.
Dort angekommen setzte ich es auf die Schienen und dachte mir die ist aber schön.
Es fehlt nur der Lärm des Turboladers, den die Große macht.
So nahm ich das Gehäuse ab und schaute mir nochmal das Inneleben an und wie sie aufgebaut war.
Das ist dasselbe Konzept mit Mittelmotor, Schwungmasse und Kardanantrieb auf die Drehgestelle mit Schnecke und Zahnrädern,
die die Ostdeutschen entwickelt hatten. Das war gut zu sehen, wie die Lok aufgebaut ist und ich begriff,
wie die Lokomotive funktioniert.
Sie fuhr einfach fantastisch - sie fuhr wesentlich besser als die eigentliche,große der DSB. Sie schüttelte sich nicht,
sie machten keinen Krach, sie „hüpfte" nicht, sie fuhr ausgesprochen gut, wenn die Gleise richtig verlegt waren.
Aber für mich hatte sie doch einen Mängel.
Es fehlt die unterste Trittstufe damit der Lokführer auch zu den Füherhaustüren kommen konnte,
auch ein Mangel war das der Brennstoff-Einfüllstutzen an den Seiten des Unterwagens nicht da waren.
So habe ich dann mit Karsten Pedersen von Hobby trade gesprochen über die fehlende Trittstufe.
Er erzählte mir das dafür kein Platz am Lokomotivoberteil wäre und es zu teuer wäre die Spritzform umzubauen,
ich meinte darauf das ich dann selbst Trittstufen an die Drehgestelle anbauen werde.
Ove Larsens Modell der ME 1506 fährt nun so ruhig ein paar Runden auf der Platte von Ove,
der aber bis auf weiteres nur aus Schienen auf der rohen Spanlatte besteht.
Der Gleisplan ist eine zusammengefaltete Acht mit einigen Rangier und Abstellgleisen in der Mitte.
Die Bahn ist ja nichts besonders im Augenblick, denn sie ist ja eigentlich meist nur für den Enkel gedacht.
Das gilt auch für die ME, denn ich interessiere mich mehr für die älteren Modelle, als für die Me 1506.
Text und Bilder von Martin Wilde – Übersetzung Christian Fricke. Copyright ©: Martin Wilde & hobby trade.